Ralf Schönball
Notizblog

Stumm

13.3.2009
 

...schon gar nicht, wenn es irritierend, beklemmend, stressig, laut oder lustig wird. Wer will da schon schweigend drüber hinweggehen. Und jetzt das!

Die Stimme ist weg.

Erkältung, aber wie...

Hand aufs Herz: steckt man weg, was?

Habe ich auch. Einfach weitergelaufen, morgens, meine 10 Kilometer.

Ging ja auch gut. Bis der Hals anfing zu kratzen. Bis ich bei einer Verabschiedung der Schweiß runterlief. Bis die Stimme weg war.

NIchts mehr.

Kein piep mehr.

Nur noch Flüstern.

Plötzlich wird einem klar, wie selbstverständlich reden ist.

Und wie egal dann Lautstärke ist: zum Beispiel die vierspurige Straße, die man überquert, flüsternd, während der Verkehr brüllt.

Und dann die Leute: Schauen einen befremdet an. Wenn sie nicht wegschauen. Irgendwie peinlich, wenn man keine Worte mehr hat.

Aber es geht schon wieder aufwärts.

Die Stimme kehrt aus der Tiefe zurück, noch ganz tief und dumpf und erschöpft, aber immerhin ist sie zurück. Noch ein paar Tage und alles ist wieder gut.

Und das Schweige-Retreat?

Wahrscheinlich haben meine Freunde recht: Schaff' ich eh nicht. Oder vielleicht doch?

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